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Luther als Antijudaist, Luther als großer Sprachschöpfer

Zwei Veranstaltungen in Kooperation mit dem Schulreferat Duisburg/Niederrhein zeigen höchst unterschiedliche Facetten des Reformators

Martin Luther findet im Jahr der 500. Wiederkehr seines Thesenanschlags eine besondere Beachtung. Das Reformationsjubiläum ist zu einem großen Teil natürlich auch ein Luther-Jahr.  Seine Person ist in der heutigen Zeit nicht unumstritten. Insbesondere sein schwieriges Verhältnis zu den Juden führt immer wieder zu Kontroversen. Wie können wir heute seine antijudaistische Polemik verstehen und wie gehen wir damit um?

Auf der anderen Seite gilt als eine der größten Leistungen Luthers seine  Sprachschöpfung, die ihm durch seine epochale Bibelübersetzung gelang. Sein Leitspruch dabei war: "Man muss ihnen auff das maul sehen.“ Insofern lohnt sich ein besonderer Blick auf Luther als Schöpfer und Sammler der deutschen Sprache.

In Kooperation mit dem Schulreferat Duisburg/Niederrhein werden diese beiden  wichtigen Aspekte Luthers in zwei Vorträgen und einer Ausstellung besonders hervorgehoben.

 

 

Hier die genauen Informationen:

„Ertragen können wir sie nicht“ – Martin Luther und die Juden

Zur Ausstellung im Lutherhaus, Wesel 06.-24.03.2017

Die Äußerungen Martin Luthers über „die Juden“ entsprechen in ihrer Aggressivität und Voreingenommenheit wenig unserem heutigen Bild des Reformators. War seine Haltung nur dem Zeitgeist gemäß oder Ausdruck eines tiefen Judenhasses? Welche Auswirkungen dieses Thema auf unser Bild des Reformators und auch auf unsere eigene evangelische Geschichte hat können wir wahrnehmen. Wie wir den kritischen Geist der Reformation immer wieder wachhalten und mit menschlich Gegebenen uns nicht zufriedenstellen lassen entdecken wir im Austausch. Bausteine für den eigenen Unterricht entwerfen wir anhand der Stationen der Ausstellung und weiteren Impulsen.

Wir empfehlen auch:

Vortrag Prof. Dr. Klaus Wengst:

Martin Luther und die Juden – Über theologische Judenfeindschaft als Geburtsfehler des Protestantismus,

Do, 09.03.2017 Wesel, Lutherhaus, 19.30 Uhr

Leitung                      Hanna Sauter-Diesing

                                   Dr. Norbert Ittmann, Hamminkeln

Termin                       Do, 23.03.2017

                                   16.00-18.15 Uhr

Ort                              Lutherhaus, Korbmacherstrasse 12-14, 46483 Wesel

Zielgruppe                 alle Schulformen und Jahrgangsstufen  und Interessierte

 

 

„Man muss ihnen auff das maul sehen.

Ein Vortrag über Luther als Sprachschöpfer und -sammler.

Jörg Zimmer M.A. aus Moers promoviert zum Thema "Die Bedeutung
von Sprichwörtern im Ringen Martin Luthers um ein  allgemein verständliches Deutsch".
Er ist Journalist und Leiter der Abteilung Presse und Kommunikation bei der Sparkasse am Niederrhein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Martin Luther sich öffentlich gegen Papst und Kirche stellt, steht er vor einem Problem: Welcher Sprache soll er sich bedienen? Wie sollen ihn die Menschen verstehen, die er für ein neues Verständnis von der Gnade Gottes und der Liebe Jesu Christi gewinnen will? In deutschen Landen gibt es so viele Dialekte, dass die Menschen „in 30 Meilen Wegs einander nicht verstehen können“, sagt Luther einmal bei Tisch. In seinem "Sendbrief vom Dolmetschen" aus dem Jahr 1530 beschreibt er, für welchen Weg er sich entscheidet: „Man muss ihnen auff das maul sehen…“.  Sprichwörter und geläufige Redensarten spielen dabei von Beginn an eine wichtige Rolle. Nach dem Vortrag ist Zeit und Raum für Nachfragen und Diskussion.

Leitung                      Hanna Sauter-Diesing

Referent                     Jörg Zimmer

Termin                       Do, 30.03.2017

                                   19.00 Uhr

Ort                              Lutherhaus,Korbmacherstrasse 12-14,46483 Wesel

Zielgruppe                 alle Schulformen und Jahrgangsstufen

                                    und Interessierte