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Über 50 Konfirmanden aus Wesel erlebten Luther-Poporatorium in Düsseldorf

Großes Musical-Spektakel um Luther mit 3000 Chorsängern war ein lehrreiches und mitreißendes Event

Das Musical-Ensemble vom Pop-Oratorium "Luther"im Hintergrund der 3000-Stimmen-Chor

Das erlebt man nicht alle Täge: Fast dreitausend Chormitglieder einheitlich weiß/schwarz gekleidet im Ovalrund des ISS-Dome und dann singend und buchstabierend L - U - T - H - E - R . Ein außergewöhnlicher Auftakt für einen außergewöhnlichen Nachmittag für über 50 Konfirmanden aus Wesel (Dom/Lauerhaas) im großen Ovalrund, in dem 8000 Zuschauer versammelt sind. Zuvor hatte Deutschlands bekanntester Arzt-Moderator und bekennender evangelischer Zeitgenosse Eckart von Hirschhausen schon die Erwartung geschürt und die besonderen Beitrag des Riesenchores gewürdigt. Gesünder könne es nicht sein, wenn man in solch einer tollen Gemeinschaft so intensiv singe. Am Ende stieg er noch ein beim großes Finale-Medley, wo dann schließlich auch das Publikum richtig mitsang. Eine peppige und  fetzige Musik von Band und Orchester und  eine großartige  Darbietung durch die Crew des Musical-Ensembles war es allemal - gekrönt durch den satten Chorklang - und das alles in einer grandiosen Akustik und Lightshow. Es musste einfach vielen gefallen auch wenn man natürlich über Musikgeschmack streiten kann: hier hörte man seitens einiger Konfirmanden, dass sie gewöhnlich andere Musik hören.

Die Konfirmanden vom Lauerhaas - hier auf einem Foto von einer Freizeit - waren auch in Düsseldorf dabei.

Aber die Hauptfigur war natürlich unverkennbar ein "moderner" Luther, dessen Entscheidung auf dem Reichtstag zu Worms im Mittelpunkt stand, wo er es wagte, gegen die damalige Welt von Kaiser und Papst aus Gewissensgründen aufzustehen und seine Erkenntnisse aus der Bibel abzuleiten - Eben"selber zu denken"! Aber auch andere Figuren wie der junge Kaiser, ein Ablassprediger, eine Gesandte und Zeitgenössin Luthers wurden plastisch und lebendig und hatte Botschaften auf den Lippen, die auch heute modern klingen. Das alles hatte man natürlich nicht nur den Ausführenden sondern vor allem auch den Machern (Komponist Dieter Falk und Librettist Michael Kunze) zu verdanken.

Ein Pop-Oratorium nicht ohne Bombastik, aber auch mit viel Leichtigkeit und Gefühl - eine Aufführung für alle Sinne, die noch lange nachhallt.