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Zur Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Emmerich

Am 27. Juni 1574 wurde in Emmerich eine reformierte Gemeinde gegründet. Nachkommen der hierher geflüchteten Waldenser und holländische Zuwanderer waren daran maßgeblich beteiligt.

Die lutherische Gemeinde bestand nachweislich schon um 1626. Wahrscheinlich hat sie sich jedoch bereits im 16. Jahrhundert gebildet. Ihre Entstehung wird der damals in Emmerich liegenden Garnison zugeschrieben, deren Angehörige zumindest teilweise dem lutherischen Glauben anhingen.

Um 1609 bildete sich eine Mennoniten-Gemeinde und am 9. Juni 1686 eine französisch-reformierte Gemeinde, letztere umfasste zeitweilig rund 50 aus Frankreich geflohene Hugenotten. Durch ein Verdikt Napoleons wurde sie 1806 aufgelöst. Die letzten Amtshandlungen der Mennoniten-Gemeinde fanden - nach den Eintragungen in ihrem Kirchenbuch - 1920 statt.

1817 haben sich die reformierte und die lutherische Gemeinde de facto vereinigt. Die Vereinigungsurkunde datiert vom 7. April 1818. Die Grundlage für eine evangelische Gemeinde in Elten wurde durch den vermehrten Zuzug von evangelischen Arbeitern, Bahn- und Zollbediensteten im Zuge der Errichtung der Eisenbahnstrecke Oberhausen-Arnheim (1854 bis 1856) gelegt. Die Gemeindegründung fand am 5. November 1857 statt.

Seit 1. Juli 1978 ist die Kirchengemeinde Elten in die Kirchengemeinde Emmerich eingegliedert.